NVIDIA Nemotron-Labs Dory1.0-4B: Looped-LLM mit variablem Rechenaufwand
NVIDIAs Dory1.0-4B wiederholt einen gemeinsamen Layer-Block mehrfach. So lässt sich Rechenaufwand gegen Genauigkeit eintauschen, ohne das Modell zu wechseln.
Worum es geht
NVIDIA hat Dory1.0-4B veröffentlicht, ein kleines Sprachmodell mit Looped-Architektur (latent-recurrent). Ein gemeinsamer Block von Layern wird mehrfach angewendet, sodass das Modell pro Token mehr rechnen kann, ohne mehr Parameter zu brauchen.
Die wichtigsten Fakten
- 4 Mrd. Parameter, normalized-GPT mit abwechselnd Sliding-Window- und Full-Attention.
- Aufbau: 8 Input-Layer, 20 rekurrente Layer (geloopt), 8 Output-Layer.
- Kontext bis 256K Tokens, nur Englisch.
- Elastic Inference: Anzahl der Loops (1, 2, 4 …) wählbar, ohne Retraining.
- Last-loop KV-Caching vermeidet zusätzlichen KV-Cache-Speicher je Loop.
- Natives NVFP4-Pretraining, danach BF16.
- Formate: BF16, MXFP8, NVFP4 und Q5_K_M.
- Lizenz: OpenMDW-1.1, kommerzielle Nutzung erlaubt.
- Benchmarks verglichen mit Qwen3.5-4B/9B, Gemma 4 26B A4B und Qwen3.6-35B-A3B (Zahlen im Auszug nicht enthalten).
Einordnung
Der Ansatz ist technisch interessant, weil Rechenbudget zur Laufzeit statt über Modellgröße skaliert wird. Für lokale Tests ist ein 4B-Modell gut erreichbar, allerdings ist die Architektur neu und braucht vermutlich eigenen Code. Die Leistung im Vergleich zu Qwen3.5 lässt sich anhand des Auszugs nicht beurteilen.
🧪 Selbst ausprobieren: NVIDIA-Nemotron-Labs-Dory1.0-4B-BF16
| Hugging Face | nvidia/NVIDIA-Nemotron-Labs-Dory1.0-4B-BF16 |
|---|---|
| Größe | 4.0 Mrd. Parameter |
| VRAM (4-bit, geschätzt) | ~3.9 GB |
| Lizenz | other |
| Typ | text · text-generation |
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