DeepSeek und MiniMax erhalten Chinas Exportregistrierung für offene KI-Modelle

Die chinesischen KI-Firmen DeepSeek und MiniMax haben die Exportregistrierung für ihre Open-Source-Modelle abgeschlossen. Damit dürfen sie Modelle weiter im Ausland veröffentlichen und lizenzieren, während China zugleich strengere Exportkontrollen für KI plant.

Branche 24. Okt. 2026 2 Min. Lesezeit Quelle: Google News (KR)
Symbolbild, KI-generiert

Worum es geht

Die chinesischen KI-Unternehmen DeepSeek und MiniMax haben ein Exportregistrierungsverfahren für ihre Open-Source-KI-Modelle abgeschlossen. Das gab am 22. Oktober der Social-Media-Account „Yuyuan Tantian“ aus dem Umfeld des Staatssenders CCTV bekannt. MiniMax bestätigte dies am selben Tag in einer eigenen Mitteilung: Man habe die Technologieexport-Registrierung beim chinesischen Handelsministerium abgeschlossen. Sie betrifft einige zuletzt veröffentlichte oder künftig geplante Modelle und dient der Open-Source-Veröffentlichung sowie der Bereitstellung im Ausland.

Yuyuan Tantian schrieb, DeepSeek und MiniMax hätten nach der Politikankündigung die Registrierung und die zugehörigen Schritte für Open-Source-Veröffentlichung und Auslandsnutzung erfolgreich abgeschlossen. KI-Unternehmen könnten ihre kommerziellen Aktivitäten „wie gewohnt“ fortsetzen.

Die geplanten Exportkontrollen

Hintergrund: Das Handelsministerium hatte am 16. Oktober vorgeschlagen, den Export in 23 KI-Technologiefeldern zu kontrollieren, darunter Modelle, KI-Agenten und Computing-Cluster (große Verbünde von Rechnern). Ziel ist es, die Weitergabe von Kerntechnologien ins Ausland zu begrenzen, die als sicherheitsrelevant gelten.

Gleichzeitig soll der Großteil der KI-Technik frei exportierbar bleiben. Für den Export von Open-Source-Technik und für den Betrieb eigener Rechenzentren chinesischer Firmen im Ausland ist ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren vorgesehen. Yuyuan Tantian betonte, die Überarbeitung der Liste solle den Technologietransfer nicht pauschal blockieren: Es gehe nicht darum, den KI-Export einfach zu beschränken, sondern darum, klare Grenzen zu ziehen.

Außerdem könnten Dienste, die auf einem beschränkten Modell beruhen, aber als API (Programmierschnittstelle), Web-Anwendung oder SaaS (Software als Dienst) angeboten werden, von den Kontrollen ausgenommen sein.

Warum Open Source für China wichtig ist

Chinesische KI-Firmen gewinnen im Ausland Marktanteile, vor allem durch niedrige Preise und die gute Anpassbarkeit ihrer Modelle. Anders als geschlossene Modelle von US-Firmen wie OpenAI und Anthropic können Entwickler offene Modelle selbst verändern und in eigener Umgebung betreiben. Das ist laut Quelle ein Wettbewerbsvorteil.

Einordnung

Die Registrierung signalisiert, dass Peking Kontrolle über strategisch wichtige KI-Technik anstrebt, aber die globale Expansion der eigenen Firmen und Open-Source-Veröffentlichungen nicht abwürgen will. Für Nutzer außerhalb Chinas heißt das vorerst: Neue Modelle von DeepSeek und MiniMax dürften weiter erscheinen. Offen bleibt, wie die endgültigen Regeln aussehen, da es sich um einen Vorschlag handelt, und wie streng das Verfahren für andere Firmen angewendet wird. Die Angaben stammen von einem staatsnahen Account und von MiniMax selbst; Details zu den registrierten Modellen nennt die Quelle nicht.

Quellen

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