Microsoft: Hacker nutzten Open-Source-Tool ARTEX für KI-Angriffe auf Hunderte Organisationen
Laut einem japanischen Bericht sagt Microsoft, Angreifer hätten mit KI weltweit Hunderte Organisationen gehackt. Eingesetzt wurde ARTEX, ein Open-Source-Werkzeug für Penetrationstests, in dem mehrere KI-Agenten weitgehend selbstständig arbeiten.

Worum es geht
Ein japanischer Nachrichtenbeitrag (Yahoo Japan, über Bing News, 23. Oktober 2026) berichtet, dass Hacker mit Hilfe von KI weltweit mehrere hundert Organisationen angegriffen haben. Er beruft sich auf Microsoft. Die Quelle liegt nur als kurzer Ausschnitt vor, deshalb sind viele Details unbekannt: etwa wer die Angreifer waren, welche Organisationen betroffen waren und wie erfolgreich die Angriffe waren. Dazu enthält die Quelle keine Angaben.
Das Werkzeug ARTEX
Der Ausschnitt nennt als eingesetztes Werkzeug ARTEX. Es ist ein Open-Source-Tool, das für Penetrationstests entwickelt wurde. Das sind autorisierte Prüfungen, bei denen Sicherheitsfachleute Netzwerke und Systeme von Unternehmen auf Schwachstellen untersuchen, bevor es echte Angreifer tun.
ARTEX setzt mehrere KI-Agenten ein, die auf großen Sprachmodellen (LLMs) beruhen. Ein KI-Agent ist ein Programm, das Aufgaben in mehreren Schritten selbstständig plant und ausführt. Laut Bericht erledigen die Agenten automatisch:
- das Sammeln von Informationen über das Ziel,
- die Suche nach Schwachstellen,
- die Ausführung von Angriffsmethoden.
Wie autonom ist es?
Laut Microsoft braucht ARTEX kaum menschliche Bedienung. Je nach Konfiguration kann das Werkzeug die Arbeit bis hin zum Abfließen von Daten durchführen. Das bedeutet: Ein Verteidigungswerkzeug lässt sich mit wenig Aufwand zum Angriffswerkzeug umfunktionieren.
Einordnung
Der Fall zeigt das bekannte Dual-Use-Problem: Open-Source-Sicherheitstools können Verteidigern und Angreifern gleichermaßen nutzen. Mit KI-Agenten sinkt der Aufwand für Angriffe, da weniger Fachwissen und Handarbeit nötig sind. Offen bleibt, wie viele Angriffe erfolgreich waren, wer dahintersteckt und was Microsoft genau veröffentlicht hat. Die Quelle ist ein kurzer Auszug aus zweiter Hand; Microsofts Originalbericht war nicht verfügbar. Aussagen sollten daher mit Vorsicht gelesen werden.
Quellen
- Bing News (ja-JP) news.yahoo.co.jp