Mistral Large 4 „Le Chonk“: 1-Billion-Parameter-Modell als Open Weights

Mistral hat die Gewichte von Mistral Large 4 veröffentlicht, einem Modell mit rund einer Billion Parametern, das Text und Bilder versteht. Es führt bei offenen Modellen im Coding, liegt insgesamt aber hinter den besten chinesischen Open-Weight-Modellen. Zum Selbsthosten braucht man allerdings Server-Hardware.

Modell-Releases Selbst ausprobieren 29. Okt. 2026 5 Min. Lesezeit Quelle: Mistral AI
Symbolbild, KI-generiert

Worum es geht

Mistral AI aus Paris hat die Gewichte von Mistral Large 4 veröffentlicht, intern „Le Chonk“ genannt. Das Modell hatte drei Wochen zuvor als öffentliche Vorschau (Preview) debütiert. „Gewichte“ sind die beim Training gelernten Zahlenwerte des Modells. Wer sie hat, kann das Modell selbst betreiben und anpassen. Das Modell nimmt Text und Bilder entgegen und liefert Text und Code. Mistral betont, es sei komplett in Europa von Grund auf trainiert worden, und vermarktet es als Baustein für „souveräne KI“.

Die Gewichte liegen auf Hugging Face. Zugriff gibt es außerdem über Mistral Studio, die Mistral-API, OpenRouter, Microsoft Foundry und NVIDIA-Endpunkte.

Architektur und Technik

Laut Hugging-Face-Blog ist Mistral Large 4 ein Mixture-of-Experts-Modell (MoE). Dabei besteht das Netz aus vielen spezialisierten Teilnetzen („Experten“), von denen pro Token nur wenige aktiv sind. Insgesamt hat es etwa 1 Billion Parameter (grob die Stellschrauben, die das Modell gelernt hat). Aktiv sind laut Hugging Face 49 Mrd. pro Token, The Decoder nennt 52 Mrd. Der Repo-Name „A52B“ spricht für die 52er-Angabe; die Quellen widersprechen sich also.

Details aus dem Blog:

  • 72 Schichten, Hidden-Dimension 6.144, 64 Attention-Köpfe.
  • Multi-head Latent Attention (MLA) mit komprimiertem Zwischenspeicher, kombiniert mit einem DeepSeek-Sparse-Attention-Indexer, der pro Anfrage bis zu 2.048 frühere Positionen auswählt.
  • Die erste Schicht ist dicht, die übrigen 71 sind MoE-Blöcke: Ein Router wählt 4 von 128 Experten, dazu läuft ein gemeinsamer Experte, also 5 aktive Experten pro Token.
  • Ein 1,6 Mrd. Parameter großer Pixtral-Bildencoder verarbeitet Bilder.
  • Das Kontextfenster umfasst 1 Mio. Tokens. Laut Mistral kann das Modell 160+ Sprachen.

Es gibt drei Reasoning-Stufen (Low, Medium, High; High ist Standard). Reasoning bedeutet, dass das Modell vor der Antwort „nachdenkt“. Laut Hugging Face lässt es sich nicht abschalten; „none“ nutzt dann trotzdem High.

Coding-Leistung

Nach drei weiteren Wochen Reinforcement Learning (Training durch Belohnung für richtig gelöste Aufgaben) meldet Mistral deutliche Fortschritte. Die Zahlen sind überwiegend Herstellerangaben:

Benchmark Ergebnis
Terminal-Bench 4.0 41 % (Preview: 28 %), GLM-5.3: 40 %
Artificial Analysis Coding Agent Index 48 % (praktisch gleichauf mit GLM-5.3, aber 47 % weniger Tokens)
FrontierCode 2.0 (Cognition) 19,7 % (Claude Opus 5.5: 46 %)
BrowseComp 84,5 %
Finch (Tabellen/Finanzen) 73,3 %
B3 Agent Security 97,1 % abgewehrte Angriffe

Bei blinden Vergleichen von Surge Code zogen Tester Large 4 häufiger vor als GLM-5.3, Kimi K3 und DeepSeek V4.1 Flash. Gegen Claude Opus 5.5 gewann es laut The Decoder nur 22 Prozent der Vergleiche. Der Hugging-Face-Blog nennt abweichende Werte (zum Beispiel 28,3 % auf Terminal-Bench 4 und 93,3 % bei B3), vermutlich aus der Preview-Phase.

Cybersicherheit

Mistral will das Modell für Verteidiger positionieren: Schwachstellen finden, reproduzieren und patchen. Auf dem Artificial Analysis Cyber Index erreicht es laut Mistral 51 Prozent. The Decoder merkt an, dass in Mistrals eigener Grafik DeepSeek V4.1 Flash (57 %) und MiMo-V2.6-Pro (56 %) vorn liegen, Large 4 also nur Dritter unter den offenen Modellen ist. Die Preview hatte 50 Punkte, der Zuwachs ist gering. Der Hugging-Face-Blog nennt 82 Prozent für den Teiltest „Reproduzieren und Patchen“ und 93 Prozent bei Cybench.

Bösartige Cyber-Anfragen lehnt das Modell laut Mistral zu durchschnittlich 96,6 Prozent ab. Mistral räumt zugleich ein, das Modell könne echte Angriffe erleichtern, und will die Schutzmechanismen in den kommenden Monaten verschärfen. Partner wie Orange Cyberdefense testen eine Spezialvariante für Penetrationstests, mit Prüfung und vertraglichen Auflagen.

Preis, Lizenz, Verfügbarkeit

Die API kostet 0,70 Dollar pro Mio. Eingabe-Tokens, 0,07 Dollar für zwischengespeicherte Eingaben und 2,10 Dollar pro Mio. Ausgabe-Tokens. In der Preview waren es 1,36 und 4,18 Dollar. Die Lizenz erlaubt Nutzung, Anpassung, Feintuning und kommerzielle Verwendung. Nur wer das Modell als Cloud-Dienst (Model-as-a-Service) anbietet, braucht eine separate Lizenz.

Unternehmen können das Modell mit Mistral Forge auf eigene Daten zuschneiden. Mistral kündigt an, Large 4 solle Grundlage weiterer spezialisierter Modelle werden. Zu kleineren Varianten äußerte sich das Unternehmen nicht.

Unabhängige Messungen

Artificial Analysis hat Version 5 seines Intelligence Index veröffentlicht. Large 4 (High) erreicht 26 Punkte, die Preview 25. DeepSeek V4.1 Flash und GLM-5.3 kommen auf 32, MiMo-V2.6-Pro auf 30, der Median ähnlich großer offener Modelle liegt bei 23. Spitzenreiter sind Gemini 4 Carbon (59, derzeit nur für ausgewählte Cyber-Partner) und Claude Opus 5.5 (58). Bester offener Wert ist Kimi K3.1 Pro mit 46, dessen Gewichte aber erst bis 4. November erscheinen sollen.

Stärken sind Tempo und Kosten: 161 Tokens pro Sekunde (Preview: 111), eine Indexaufgabe kostet im Schnitt 2,06 Dollar (Preview: 5,54). Das ist günstiger als GLM-5.3 (5,01 $), aber teurer als DeepSeek V4.1 Flash (0,60 $). Der Tokenverbrauch sank von 150 auf 110 Mio., liegt aber leicht über dem Median von 100 Mio.

Was du zum Ausprobieren brauchst

Das Modell ist für Rechenzentren gedacht. Laut SGLang-Dokumentation läuft die Standardversion auf acht Nvidia-B300-GPUs, eine stärker komprimierte Variante auf vier GB300. Der NVFP4-Checkpoint in vLLM benötigt Blackwell-GPUs. Eine normale Heim-GPU reicht nicht. Über llama.cpp gibt es GGUF-Quantisierungen (etwa Q2_K) von Unsloth und dem llama.cpp-Team. Selbst diese erfordern sehr viel Arbeitsspeicher, genaue Werte nennt die Quelle nicht. Zum bloßen Testen sind API, OpenRouter oder Inference Providers praktischer.

Einordnung

Ein offenes Modell dieser Größe aus Europa ist bemerkenswert, besonders für Organisationen, die Wert auf Datenhoheit legen. Im Coding führt es offene Modelle an, liegt aber weit hinter Claude Opus 5.5 und dürfte durch Kimi K3.1 Pro bald überholt werden. Im Gesamtindex bleibt es hinter chinesischen Modellen. Die „Führung“ bei Cyberabwehr relativiert die Gegenrechnung von The Decoder. Viele Zahlen sind Herstellerangaben, und die Quellen widersprechen sich teils bei aktiven Parametern und Benchmarkwerten.

Quellen

#mistral#open-weights#coding#cybersecurity#moe
Originalquelle lesen

Selbst ausprobieren: Mistral Large 4

Schritt für Schritt erklärt, auch ohne Vorkenntnisse – auf deinem Rechner oder kostenlos im Browser.

Was kann ich damit machen?

Mistral Large 4 ist ein riesiges Modell, das Text und Bilder versteht und besonders beim Programmieren, bei Agenten-Aufgaben und in der IT-Sicherheit glänzen soll. Es kann Code schreiben, Fehler in Projekten beheben, Schwachstellen reproduzieren und patchen, Tabellen bearbeiten und im Web recherchieren. Es beherrscht über 160 Sprachen und hat ein sehr großes Kontextfenster von 1 Mio. Tokens. Unter den offenen Modellen führt es laut Mistral im Coding, insgesamt liegt es aber hinter chinesischen Open-Weight-Modellen wie GLM-5.3 und DeepSeek V4.1 Flash und deutlich hinter Claude Opus 5.5. Lokal läuft es nur mit Server-Hardware, für Normalnutzer ist die API der realistische Weg.

Für wen lohnt es sich?

Interessant für Unternehmen, Forschungsteams und Entwickler mit Zugriff auf GPU-Cluster oder auf eine API, die Wert auf europäische Herkunft und Selbsthosting legen. Für normale PCs und Laptops ist das Modell nicht geeignet.

Ideen: Was du damit anstellen kannst

Coding-Agent im eigenen Repo

Das Modell bekommt einen Bug oder ein Feature im eigenen Repository, etwa über Vibe Code. Es schreibt Änderungen und testet sie selbst.

Schwachstellen-Triage

Ein Sicherheitsteam lässt Meldungen prüfen, Lücken im Sandbox-Test reproduzieren und Patches erstellen. Das Ergebnis sind überprüfbare Fixes.

Finanztabellen bearbeiten

Das Modell erstellt und ändert Tabellen für Buchhaltung und Controlling. Man beschreibt die gewünschte Struktur und erhält eine fertige Datei.

Bildanalyse

Fotos oder Screenshots werden hochgeladen, und das Modell beantwortet Fragen dazu oder extrahiert Informationen.

Eigene Spezialmodelle

Forscher erzeugen mit Antworten des großen Modells Trainingsdaten, um kleinere Sicherheitsmodelle zu feintunen.

Größe1000 Mrd. Parameter (49 Mrd. aktiv)
Download635 GB (bei 100 MBit/s ca. 14,1 Std.)
Lizenzeigene Lizenz (siehe Model Card)
ArtBild + Text (versteht Bilder)

Was dein Rechner braucht

Grafikkarte (NVIDIA), komplett im VRAM mind. 420 GB VRAM, empfohlen 700 GBnur Server mit mehreren Rechenzentrums-GPUs (z. B. 8× H100) – am schnellsten; mit weniger VRAM siehe nächste Zeile
Grafikkarte + Arbeitsspeicher (MoE-Offloading) ab ca. 21 GB VRAM + 671 GB RAMdie Experten liegen im Arbeitsspeicher, nur der Kern auf der Grafikkarte (llama.cpp/LM Studio). Langsamer als komplett im VRAM, aber auf normalen PCs machbar
Mac (Apple Silicon M1–M5) zu groß für jeden MacGrafik und Prozessor teilen sich den Speicher – etwa 70 % davon kann das Modell nutzen
Nur Prozessor (ohne Grafikkarte) Ohne Grafikkarte sehr langsamgeschätzt 1 Wörter pro Sekunde auf einem aktuellen Desktop-PC (MoE: nur 49 Mrd. Parameter pro Wort aktiv). Dafür mindestens 671 GB Arbeitsspeicher.
Speicherplatz ca. 637 GB freiModell-Download plus Programme
Google Colab zu groß für Colabselbst die größten Colab-GPUs reichen nicht

Welche Variante passt zu mir?

Viele Modelle gibt es in mehreren Größen oder „Quantisierungen“. Das sind komprimierte Fassungen: kleiner und schneller, dafür minimal ungenauer. Faustregel: Nimm die größte Variante, deren Speicherbedarf in deinen Grafikspeicher (VRAM) passt. Die Skripte unten wählen das automatisch für dich aus.

VarianteDownloadBraucht ca.Passende Grafikkarten
Q2_K 381 GB420 GBnur Server mit mehreren Rechenzentrums-GPUs (z. B. 8× H100)
Q4_K_M Standard 635 GB700 GBnur Server mit mehreren Rechenzentrums-GPUs (z. B. 8× H100)
Q8_0 1115 GB1228 GBnur Server mit mehreren Rechenzentrums-GPUs (z. B. 8× H100)
BF16 2099 GB2310 GBnur Server mit mehreren Rechenzentrums-GPUs (z. B. 8× H100)

Offiziell gibt es den FP8-Standard-Checkpoint und eine NVFP4-Variante (kleiner, nur Blackwell-GPUs). Die Standardversion läuft laut SGLang auf acht B300-GPUs, die komprimierte auf vier GB300. GGUF-Quants wie Q2_K gibt es für llama.cpp, brauchen aber trotzdem sehr viel Speicher.

  • Standardversion: laut SGLang-Doku acht Nvidia B300; komprimierte Version: vier GB300.
  • Der NVFP4-Checkpoint in vLLM benötigt Nvidia-Blackwell-GPUs.
  • Im Beispiel von Hugging Face wird vLLM mit tensor-parallel-size 8 und max-model-len 131072 gestartet.
  • Eine Consumer-GPU oder ein normaler Laptop reicht nicht aus.
  • GGUF-Quants (z. B. Q2_K) laufen mit llama.cpp, benötigen aber weiterhin enorm viel RAM/VRAM.

Groß (1000 Mrd. Parameter, MoE): komplett auf der Grafikkarte braucht es viel VRAM, mit MoE-Offloading reicht eine normale Grafikkarte plus viel Arbeitsspeicher (siehe Tabelle). Colab Free reicht nicht.

Wie finde ich heraus, was mein Rechner hat?
  • Windows: Strg + Umschalt + Esc drücken → Task-Manager → Reiter Leistung → links GPU anklicken. Unten steht Dedizierter GPU-Speicher (das ist dein VRAM). Den Arbeitsspeicher findest du unter Arbeitsspeicher.
  • Mac: Apfel-Menü oben links → Über diesen Mac. Dort stehen Chip (z. B. M2) und Speicher (z. B. 16 GB). Bei Apple-Chips teilen sich Grafik und Prozessor diesen Speicher.
  • Linux: Im Terminal nvidia-smi eingeben (zeigt Grafikkarte und Speicher) und free -h für den Arbeitsspeicher.

Anleitung

Google Colab (im Browser, ohne Installation)

Google Colab ist ein kostenloser Dienst von Google: Du bekommst für ein paar Stunden einen Rechner mit Grafikkarte im Browser. Du brauchst nur ein Google-Konto. Für dieses Modell: zu groß für Colab – selbst die größten Colab-GPUs reichen nicht.

  1. Notebook herunterladen. Klick auf den Knopf und speichere die Datei.

    colab.ipynb herunterladen

  2. Colab öffnen. Geh auf colab.research.google.com und melde dich mit deinem Google-Konto an.
  3. Notebook hochladen. Im Fenster, das erscheint, links auf Hochladen klicken (oder oben Datei → Notebook hochladen) und die Datei colab.ipynb auswählen.
  4. Grafikkarte einschalten. Oben im Menü Laufzeit → Laufzeittyp ändern → bei Hardwarebeschleuniger T4-GPU auswählen (mit Colab Pro: L4 oder A100) → Speichern.
  5. Alles starten. Laufzeit → Alle ausführen (Tastenkürzel Strg + F9). Kommt die Warnung „Dieses Notebook wurde nicht von Google erstellt“, auf Trotzdem ausführen klicken.
  6. Warten. Die Zellen laufen nacheinander durch. Links neben jeder Zelle erscheint ein grüner Haken, wenn sie fertig ist. Installation und Download dauern hier etwa 216 Minuten.
  7. Ausprobieren. Das Ergebnis steht unter der letzten Zelle. Um etwas anderes zu testen, den Text in der Zelle ändern und mit Shift + Enter erneut ausführen. Die letzte Zelle startet einen richtigen Chat mit Eingabefeld.
  8. Aufräumen. Wenn du fertig bist: Laufzeit → Sitzung beenden. Das schont dein kostenloses Kontingent.

Gut zu wissen: Die Gratis-GPU ist begrenzt (meist einige Stunden am Tag). Nach rund 90 Minuten ohne Aktivität trennt Colab die Verbindung, dann alles neu starten.

Windows 10 / 11

Am einfachsten geht es mit Ollama, einem kostenlosen Programm, das KI-Modelle mit einem Befehl startet.

  1. Grafikkartentreiber aktualisieren (nur bei NVIDIA-Karten): Die NVIDIA-App bzw. den aktuellen Treiber installieren. AMD-Karten: aktuellen Adrenalin-Treiber nutzen.
  2. Ollama installieren. Auf ollama.com/download/windows die Datei OllamaSetup.exe herunterladen, doppelklicken und Install wählen. Danach sitzt rechts unten in der Taskleiste ein kleines Lama-Symbol.
  3. Eingabefenster öffnen. Windows-Taste drücken, PowerShell eintippen und Enter drücken. Es öffnet sich ein blaues oder schwarzes Fenster.
  4. Modell starten. Diesen Befehl kopieren (Knopf „Kopieren“), mit Rechtsklick ins Fenster einfügen und Enter drücken:
    ollama run hf.co/ggml-org/Mistral-Large-4-1T-A52B-GGUF:Q4_K_M
    Beim ersten Mal lädt Ollama das Modell herunter (635 GB (bei 100 MBit/s ca. 14,1 Std.)). Danach geht es sofort.
  5. Losschreiben. Sobald >>> Send a message erscheint, deine Frage eintippen und Enter drücken. Mit /bye beendest du den Chat.

Zu wenig Speicher? Nimm eine kleinere Variante aus der Tabelle oben, z. B. ollama run hf.co/ggml-org/Mistral-Large-4-1T-A52B-GGUF:Q2_K.

Lieber automatisch? Skript, das die passende Variante selbst auswählt
  1. Beide Dateien in denselben Ordner herunterladen: try_windows.ps1 demo.py
  2. Den Ordner im Explorer öffnen, mit Rechtsklick auf eine freie Stelle In Terminal öffnen wählen.
  3. Diesen Befehl einfügen und Enter drücken:
    powershell -ExecutionPolicy Bypass -File try_windows.ps1

Das Skript installiert Ollama bei Bedarf über winget, misst deinen Grafikspeicher und lädt die passende Variante.

macOS

Ideal sind Macs mit Apple-Chip (M1 bis M5). Ältere Intel-Macs sind sehr langsam.

  1. Ollama installieren. Auf ollama.com/download/mac herunterladen, die Datei öffnen und Ollama in den Ordner Programme ziehen. Ollama einmal starten – oben in der Menüleiste erscheint ein Lama.
  2. Terminal öffnen. Cmd + Leertaste drücken, Terminal eintippen, Enter.
  3. Modell starten. Befehl einfügen (Cmd + V) und Enter:
    ollama run hf.co/ggml-org/Mistral-Large-4-1T-A52B-GGUF:Q4_K_M
    Beim ersten Mal wird das Modell heruntergeladen (635 GB (bei 100 MBit/s ca. 14,1 Std.)).
  4. Losschreiben. Frage eintippen, Enter. Mit /bye beenden.
Automatisch die passende Variante wählen

try_mac.sh

cd ~/Downloads
bash try_mac.sh

Linux

  1. Grafikkarte prüfen. nvidia-smi sollte deine Karte anzeigen. Wenn nicht, unter Ubuntu den Treiber installieren und neu starten:
    sudo ubuntu-drivers install
  2. Ollama installieren:
    curl -fsSL https://ollama.com/install.sh | sh
  3. Modell starten:
    ollama run hf.co/ggml-org/Mistral-Large-4-1T-A52B-GGUF:Q4_K_M
    Mit /bye beenden. Mit ollama ps siehst du, ob das Modell auf der GPU läuft.
  4. Oder automatisch die passende Variante wählen lassen:

    try_linux.sh

    bash try_linux.sh
    # mit Python/transformers statt Ollama:
    MODE=hf bash try_linux.sh

Das kannst du ausprobieren

Wer bist du und was kannst du?
Wie viele Katzen sind auf diesem Bild zu sehen? (mit Bild)
Schreibe ein Python-Skript, das eine CSV-Datei einliest und monatliche Umsätze als Diagramm ausgibt.
Analysiere diesen Code auf Sicherheitslücken, erkläre sie und schlage Patches vor.
Erstelle eine Excel-Tabelle für eine Haushaltsbuchführung mit Formeln für Summen und Monatsvergleich.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Nutze Medium für Alltagsaufgaben und High nur für knifflige Probleme, das spart Tokens und Kosten.
  • Zum ersten Test lohnt sich die API oder OpenRouter, bevor du Hardware aufbaust.
  • Im llama.cpp-WebUI (localhost:9931) kannst du Bilder hinzufügen und die Reasoning-Stufe einstellen.

Wenn es hakt

transformers vorher aktualisieren: pip install --upgrade transformers.

Reasoning lässt sich laut Hugging Face nicht abschalten; „none“ verwendet trotzdem High.

Die NVFP4-Variante läuft nur auf Blackwell-GPUs.

Anbieter von Model-as-a-Service brauchen eine separate kommerzielle Lizenz.

Für Transformers muss das Skript mit torchrun auf mehreren GPUs gestartet werden.

„out of memory“, Absturz oder der Rechner hängt

Das Modell ist zu groß für deinen Grafikspeicher. Nimm eine kleinere Variante aus der Tabelle oben und schließe andere Programme, vor allem Spiele und Browser mit vielen Tabs.

Es läuft, aber extrem langsam

Wahrscheinlich rechnet der Prozessor statt der Grafikkarte. Bei Ollama zeigt ollama ps in der Spalte PROCESSOR, wie viel auf der GPU läuft. Steht dort „100% CPU“, Grafiktreiber aktualisieren oder eine kleinere Variante nehmen, die komplett in den Grafikspeicher passt.

„ollama“ bzw. „python“ wird nicht gefunden

Das Eingabefenster schließen und neu öffnen, damit es das frisch installierte Programm kennt. Bei Python unter Windows: neu installieren und das Häkchen Add python.exe to PATH setzen.

Windows: „Die Ausführung von Skripts ist auf diesem System deaktiviert“

Das Skript genau mit dem Befehl oben starten: powershell -ExecutionPolicy Bypass -File try_windows.ps1. Das erlaubt die Ausführung nur dieses einen Mal.

Fehlermeldung beim Laden des Modells (Version, „trust_remote_code“, unbekannte Architektur)

Ganz neue Modelle brauchen oft die neueste Programmversion. Bei Ollama: Ollama aktualisieren. Bei Python: pip install -U transformers in der aktivierten Umgebung. Die Model Card nennt meist die genaue Version.

Skripte und Notebook erzeugt Tokenstrom automatisch. Bitte vor dem Ausführen kurz ansehen – sie sind lesbarer Klartext. Lizenz des Modells beachten: eigene Lizenz (siehe Model Card).

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