MIT: KI-Agenten erfinden auf einsamer Insel eigene Spiele
13 Claude-Opus-4.7-Agenten spielten 30 Stunden ohne Aufgabe auf einer virtuellen Insel. Danach schnitten sie bei Testaufgaben besser ab als Agenten ohne diese Phase.

Worum es geht
MIT-Forscher haben 13 KI-Agenten namens Eko, die auf Claude Opus 4.7 laufen, 30 Stunden ohne konkrete Aufgabe auf eine simulierte Wüsteninsel gesetzt. Die Agenten erfanden eigene Herausforderungen, was die Forscher als spielähnliches Verhalten deuten. Das Paper liegt auf arXiv und ist noch nicht begutachtet.
Die wichtigsten Fakten
- Danach bekamen die Agenten gezielte Aufgaben, etwa möglichst viele Objekte auf den höchsten Felsturm zu bringen.
- Agenten mit Spielphase schlugen im Allgemeinen identische Agenten ohne Inselerfahrung.
- Sechs von 13 Agenten entdeckten, dass man Blöcke im Sprung weiter wirft – ein von den Entwicklern nicht beabsichtigter Effekt.
- Ein Agent nutzte einen Ring nacheinander als Basketballkorb, Ziel und Accessoire und fand dafür einen Respawn-Trick.
- Der „Soul“-Prompt beschrieb Eko als „naturally curious“, was das Verhalten mitgeprägt haben dürfte.
- Die Kognitionswissenschaftlerin Eunice Yiu (UC Berkeley) wünscht sich mehr Belege dafür, dass es echtes Spielen ist.
Einordnung
Der Ansatz zielt auf einen Lernweg ohne vorab definierte Ziele, möglicherweise nützlich für Robotik. Die Ergebnisse stammen aus einem einzelnen, nicht begutachteten Paper, und der Prompt steuerte das Verhalten merklich. Ob es sich tatsächlich um Spiel handelt, bleibt offen.