Spotify plant KI-Remixe gegen 4 bis 5 Dollar Aufpreis im Monat

Laut Financial Times will Spotify Anfang 2027 einen kostenpflichtigen KI-Dienst starten, mit dem Abonnenten Remixe und Cover bestehender Songs erstellen. Das setzt auf Lizenzdeals mit Labels und die Zustimmung einzelner Künstler.

Branche 30. Okt. 2026 3 Min. Lesezeit Quelle: Bing News (es-ES)
Symbolbild, KI-generiert

Worum es geht

Spotify bereitet laut einem Bericht der Financial Times (FT) vom Freitag, 30. Oktober 2026, einen kostenpflichtigen KI-Dienst vor, mit dem Abonnenten eigene Remixe und Coverversionen bestehender Songs erzeugen können. Start ist demnach für das erste Quartal 2027 geplant, eine Ankündigung könnte rund um die Grammy-Verleihung im Februar erfolgen. Die FT beruft sich auf Personen, die mit den Plänen vertraut sind. Spotify lehnte einen Kommentar ab. Alles ist laut Quellen noch nicht endgültig.

Was der Dienst können soll

Abonnenten sollen per generativer KI – also Software, die neue Inhalte erzeugt – alternative Versionen vorhandener Musik erstellen. Genannte Beispiele: ein Folk-Stück in einen Dance-Track verwandeln oder einen Song so klingen lassen, als würde ihn ein anderer Künstler singen. Laut ShiftDelete ist das etwas anderes als Generatoren wie Suno, die komplett neue Songs aus Texteingaben erzeugen. Bei der Vereinbarung mit Believe sei von KI-Remixen und -Covern „nicht von völlig neuen Werken“ die Rede gewesen.

Spotify arbeite außerdem daran, Remixe in Playlists aufzunehmen. Ihre Wiedergaben sollen in den Spotify-Charts auf die Originalsongs zählen.

Preis und Geschäftsmodell

Der Dienst wäre ein optionales Zusatzpaket auf Premium, für etwa 4 bis 5 Dollar pro Monat. Tantiemen, die Fan-Remixe einspielen, sollen an die Künstler der Originale fließen. Für Spotify wäre es eine neue Einnahmequelle bei bestehenden Kunden. Bernstein-Analyst Ian Moore schätzt laut FT, dass bis Ende 2028 etwa 7 bis 8 Prozent der US-Abonnenten dafür zahlen könnten. Spotify hatte Ende September 306 Millionen Premium-Abonnenten; der Umsatz im dritten Quartal 2026 stieg laut ShiftDelete um 16 Prozent auf 4,97 Milliarden Euro.

Lizenzen und Künstler

Die erste formale Vereinbarung zur generativen KI mit Musik aus dem Katalog schloss Spotify im Mai mit Universal Music Group, verkündet beim Investor Day in New York. Beide Seiten erklärten, Künstler und Songwriter müssten aktiv zustimmen (Opt-in) und würden beteiligt. Danach kamen Merlin (Verbund unabhängiger Labels), der Musikverlag Kobalt und der Vertrieb Believe hinzu; die Believe-Einigung vom 20. Oktober umfasst auch TuneCore. Sony Music und Warner Music verhandeln laut FT noch. Co-CEO Gustav Söderström sagte im August, Spotify brauche nicht alle großen Labels für den Start; zunächst solle eine Research Preview für einen Teil der Nutzer erscheinen.

Entscheidend: Selbst bei lizenziertem Katalog entscheiden einzelne Künstler selbst. Laut FT ließen sich die aktuell größten Stars schwerer gewinnen als manche altgediente Acts.

Umfeld

Spotify versucht zugleich, unlizenzierte KI-Inhalte einzudämmen: Das Unternehmen sagte zuletzt, es habe 50 Millionen KI-Songs entfernt, und Gerichte beginnen, KI-Streaming-Betrug zu bestrafen. Suno hat Wasserzeichen für KI-Tracks ergänzt. Konkurrenz: Universal hat laut TNW seinen Katalog an ElevenLabs für eine Fan-Remix-Plattform lizenziert, Deezer bietet ein Remix-Tool ohne KI.

Einordnung

Der Plan wäre ein großer Schritt von Empfehlungsalgorithmen hin zu aktiver Mitgestaltung durch Hörer, mit rechtlich abgesichertem Rahmen statt Wildwuchs. Offen bleibt vieles: Preis, Starttermin, Beteiligung von Sony und Warner, vor allem aber, wie viele bekannte Künstler mitmachen. Wie ShiftDelete schreibt, hängt der Erfolg weniger vom Preis als von der Zahl prominenter Teilnehmer ab. Alle Angaben stammen aus anonymen Quellen der FT und sind nicht von Spotify bestätigt.

Quellen

#spotify#ki-musik#remix#lizenzen#streaming
Originalquelle lesen

Frag den KI-Assistenten

Fragen zu diesem Artikel, zur Installation oder zu Hintergründen? Unser Assistent kennt diese Seite und läuft auf unserem eigenen Rechner, nicht in einer fremden Cloud.

Verbinde …

Der Assistent ist eine KI (Gemma 4) und kann sich irren – wichtige Angaben bitte in der Quelle prüfen. Fragen werden nur zum Beantworten genutzt und nach einer Stunde gelöscht. Bitte keine persönlichen Daten eingeben.

Kommentare

Was meinst du dazu? Schon ausprobiert? Schreib es hier, ohne Anmeldung.

  1. Kommentare werden geladen …

Kommentare sind öffentlich. Links sind nicht erlaubt, beleidigende Beiträge löschen wir. Deinen eigenen Kommentar kannst du in diesem Browser jederzeit wieder löschen. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.