WorldTUI: 360M-Modell simuliert ein Terminal ohne echte Shell

Ein feinjustiertes Sprachmodell sagt Tastendruck für Tastendruck voraus, wie sich der Terminal-Bildschirm ändert. Es läuft per WebGPU im Browser (208 MB).

Forschung 22. Okt. 2026 1 Min. Lesezeit Quelle: Hacker News – AI
Symbolbild, KI-generiert

Worum es geht

Der Autor hat ein auf Qwen2.5-Coder-0.5B basierendes Modell mit rund 360M Parametern darauf trainiert, ein Terminal zu simulieren. Dahinter liegen weder Shell noch Dateisystem: Das Modell sagt nur voraus, wie sich der Bildschirm nach jeder Eingabe verändert. Es ist als kleines Weltmodell gedacht.

Die wichtigsten Fakten

  • Training auf aufgezeichneten Sitzungen echter Programme in Docker.
  • Das Terminal wird als Zeichenraster dargestellt; das Modell gibt zu überschreibende Zeilen und die Cursorposition aus.
  • Eine COPY-Operation für Zeilen reduziert einen Scroll von ca. 3.000 auf ca. 3 Tokens pro Zeile.
  • Winziges Vokabular von 333 Tokens, Decoding grammatikbeschränkt.
  • Das Modell kann Dateien anlegen, vim, tmux und Snake bedienen und erinnert sich meist an Eingaben.
  • Demo im Browser mit WebGPU, 208 MB, am besten in Chrome oder Edge.
  • Größte Gewinne: Selbstkorrektur von Fehlern und paralleles Decoding von Zeilen.
  • Veröffentlichung der Gewichte geht aus dem Auszug nicht hervor.

Einordnung

Ein anschauliches Experiment dazu, ob kleine Modelle einen konsistenten Zustand halten können, statt nur plausible Ausgaben zu erzeugen. Praktisch nutzbar ist es nicht, aber technisch interessant und leicht auszuprobieren.

#world-model#terminal#webgpu#qwen#fine-tuning
Originalquelle lesen