Ternary Bonsai 2: 9-Milliarden-Bildmodell schrumpft auf 2,42 GB

Prism ML hat Qwen3.5-9B so stark komprimiert, dass das Sprach- und Bildmodell nur noch 2,42 GB groß ist. Jedes Gewicht kennt nur noch drei Werte: −1, 0 und +1. Damit läuft ein 9B-Modell auf Laptops, Macs, reinen CPU-Rechnern und sogar auf dem iPhone. Es gibt aber ein paar Haken bei der Software.

Modell-Releases Selbst ausprobieren 5. Nov. 2026 6 Min. Lesezeit Quelle: Merkliste: alphasignal.ai
Symbolbild, KI-generiert

Worum es geht

Das KI-Unternehmen Prism ML (auch PrismML geschrieben) hat am 15. Oktober 2026 die Modellfamilie Ternary Bonsai 2 in den Größen 2B, 4B und 9B veröffentlicht. Die Modelle sind auf Alltagsgeräte zugeschnitten, also Smartphones, Laptops und Rechner ohne starke Grafikkarte. Am meisten Aufmerksamkeit bekommt die größte Variante, Ternary-Bonsai-2-9B. Sie basiert auf Qwen3.5-9B von Alibaba und versteht sowohl Text als auch Bilder, ist also ein Vision-Language-Modell. Das Sprachmodell darin hat rund 8,95 Milliarden Parameter und braucht in der Standardversion nur 2,42 GB auf der Festplatte. Im üblichen 16-Bit-Format (FP16) wären es etwa 17,9 GB.

Alle drei Modelle stehen unter der freien Apache-2.0-Lizenz in der Hugging-Face-Sammlung „Bonsai 2 Small“ zum Download. Laut alphasignal.ai hatte das 9B-Repository zum Zeitpunkt des Berichts über 896.000 Downloads und 3.700 Likes. Die Plattform weist aber darauf hin, dass Hugging Face auch wiederholte und automatisierte Downloads mitzählt.

Wie 9 Milliarden Parameter in 2,42 GB passen

Der Trick heißt ternäre Quantisierung. Bei der Quantisierung wird ein Modell verkleinert, indem man seine Zahlen gröber speichert. Normalerweise ist jedes Gewicht eine 16-Bit-Kommazahl. Bei Bonsai 2 kann es nur noch einen von drei Werten annehmen: −1, 0 oder +1. Damit dabei nicht zu viel Information verloren geht, teilt sich jede Gruppe von Gewichten einen gemeinsamen Skalierungsfaktor in FP16. Dieser legt fest, wie „laut“ die drei Werte in dieser Gruppe sind. Das Verfahren deckt laut alphasignal.ai fast alles ab: die Embeddings (die Übersetzung von Wörtern in Zahlen), die Attention-Projektionen, die MLP-Schichten und den sogenannten LM-Head, der am Ende das nächste Wort auswählt.

Dazu kommt eine Hadamard-Rotation. Diese mathematische Drehung ist bereits in die gespeicherten Gewichte eingerechnet. Beim Ausführen wendet die Software die passende Gegendrehung auf die Zwischenwerte (Aktivierungen) an. Das verteilt einzelne extreme Ausreißerwerte auf viele Dimensionen. Ohne diesen Schritt würden solche Ausreißer beim Runden auf drei Werte große Fehler verursachen. Spezielle Rechenroutinen (Kernels) lesen die gepackten Gewichte direkt, ohne vorher eine vollständige FP16-Kopie im Speicher anzulegen.

Die Architektur stammt unverändert von Qwen3.5. Dazu gehört eine hybride Attention: Ein Teil der Schichten nutzt eine sparsame lineare Aufmerksamkeit, der Rest die klassische, rechenintensive. Das macht das große Kontextfenster von 262.144 Tokens überhaupt erst bezahlbar, also die Textmenge, die das Modell auf einmal überblicken kann. Außerdem enthält das Modell MTP-Speculative-Decoding. Dabei sagt das Modell mehrere Tokens auf einmal voraus und prüft sie anschließend, was die Ausgabe beschleunigt. Optional gibt es einen zusätzlichen kleinen Vorhersage-Helfer namens „DFlash2 Drafter“.

Drei Dateiformate, eine wichtige Falle

Prism ML liefert das 9B-Sprachmodell in drei GGUF-Varianten aus. GGUF ist das Dateiformat, das llama.cpp und viele darauf aufbauende Programme nutzen.

Variante Dateigröße Besonderheit Läuft mit
PTQ1_0 2,00 GB dichtest gepackt, kleinste Datei nur Prism-ML-Fork
PQ2_0 2,42 GB Standard, am schnellsten zu entpacken nur Prism-ML-Fork
Q2_0 2,56 GB kompatibles Layout Prism-ML-Fork und normales llama.cpp

Die Bildverarbeitung wird separat ausgeliefert und kommt zu diesen Größen noch hinzu. Laut alphasignal.ai gilt der Faktor 7,4 nur für die Sprachgewichte auf der Festplatte. Im Betrieb braucht das Modell mehr Speicher, weil Kontext-Zwischenspeicher, Rechenpuffer und Laufzeit-Overhead dazukommen. Wer das volle Kontextfenster von 262.000 Tokens ausreizt, braucht laut Quelle „erheblich“ mehr Speicher und muss mit spürbar längeren Wartezeiten rechnen.

Eine Warnung gibt OrcaRouter in einer Analyse zur großen Schwesterversion Ternary Bonsai 2 27B. Sie dürfte für die ganze Familie gelten: Das normale llama.cpp lehnt die Prism-eigenen Formate zwar als unbekannt ab. Ein älteres ternäres Format lädt es aber ohne Fehlermeldung und erzeugt dann flüssig klingenden Unsinn, weil die passende Rotation der Aktivierungen fehlt. Mit falscher Software bekommst du also keinen Absturz, sondern selbstbewusst falsche Antworten.

Die ganze Familie: vom Smartphone bis zum Desktop

Laut GIGAZINE hat Prism ML die drei kleinen Modelle gemeinsam veröffentlicht. Sie verbrauchen weniger als ein Neuntel des Speichers ihrer Basismodelle:

Modell Basis Größe
Ternary Bonsai 2 2B Qwen3.5-2B 0,43 GB
Ternary Bonsai 2 4B Qwen3.5-4B 0,95 GB
Ternary Bonsai 2 9B Qwen3.5-9B ca. 2 GB (dichteste Variante)

Prism ML hat die Modelle nach eigenen Angaben gezielt als lokale Assistenten optimiert. Sie sollen Anweisungen zuverlässig befolgen, nicht in Endlosschleifen geraten, passende Werkzeuge aufrufen (Tool Calling) und keine überflüssigen Ausgaben produzieren. In den Herstellerbenchmarks liegt der Leistungsverlust gegenüber den Basismodellen laut GIGAZINE nur knapp darunter, in einigen Tests sind die komprimierten Modelle sogar besser. Unabhängig überprüft sind diese Zahlen nicht.

Zur Geschwindigkeit nennt Prism ML für das iPhone 18 Pro Max bis zu 34 Tokens pro Sekunde mit dem 9B-Modell und bis zu 120 Tokens pro Sekunde mit dem 2B-Modell. Ein Demovideo zeigt das 9B-Modell auf dem iPhone bei agentischen Aufgaben, also mehrstufigen Aufgaben mit Werkzeugeinsatz. Adrien Grondin, Entwickler der kostenlosen App Locally AI, schreibt auf X:

„Das neue Bonsai 2 2B erreicht bis zu 120 Token/s auf dem iPhone 18 Pro. Es ist besser als Qwen 3.5 2B (4-bit), läuft doppelt so schnell und braucht fast nur halb so viel Speicher.“

Locally AI unterstützt alle drei Modelle bereits auf iPhone und iPad.

Was die große Schwester verrät

Im September 2026 hatte Prism ML bereits Ternary Bonsai 2 27B veröffentlicht, eine Version von Qwen3.8-27B mit 5,9 GB. Laut Prism ML erreicht sie 98,2 % der Leistung des Originals (83,9 gegenüber 85,4 Punkten im Schnitt über 20 Benchmarks). OrcaRouter hat diese Herstellerzahlen genauer aufgeschlüsselt. Bei Mathematik, Programmierung und Befolgen von Anweisungen ist der Abstand winzig. Bei Wissensfragen und Bildverständnis fällt er größer aus. Bei langen, mehrstufigen Software-Aufgaben bricht das Modell aber deutlich ein: Auf SWE-bench Verified kommt es auf 60,8 statt 80,6 Punkte, auf Terminal-Bench 2.1 auf 52,8 statt 69,7. Für die 9B-Variante liegen in den Quellen keine solchen Detailzahlen vor. Der Befund ist aber ein Hinweis darauf, wo ternäre Modelle an ihre Grenzen stoßen könnten.

Was du zum Ausprobieren brauchst

  • Grafikkarte: Für die 2,42-GB-Datei reicht schon eine Karte mit etwa 4 GB VRAM, wenn du einen moderaten Kontext nutzt. Mit langen Kontexten oder mit Bildeingabe brauchst du mehr.
  • Ohne Grafikkarte: Laut alphasignal.ai laufen die kleinen Dateien auch auf reinen CPU-Systemen und auf Apple Silicon. Für CPU-Betrieb sind 8 GB Arbeitsspeicher ein vernünftiges Minimum.
  • Smartphone: Über die App Locally AI geht es direkt auf iPhone und iPad, ohne PC.
  • Speicherplatz: 2–3 GB für das Sprachmodell, dazu die separate Bilddatei.
  • Software: Für PTQ1_0 und PQ2_0 brauchst du den llama.cpp-Fork von Prism ML. Mit normalem llama.cpp oder darauf aufbauenden Tools funktioniert nur die Q2_0-Datei.

Einordnung

Ternary Bonsai 2 zeigt, wie weit sich Modelle inzwischen komprimieren lassen: Ein 9B-Modell, das Bilder versteht und einen riesigen Kontext hat, passt in knapp 2,5 GB. Damit werden lokale Assistenten auf Geräten möglich, die bisher nur deutlich schwächere Modelle schafften, vor allem auf Smartphones. Die freie Apache-2.0-Lizenz erlaubt auch die kommerzielle Nutzung.

Es gibt aber auch Schwächen. Alle Leistungszahlen stammen von Prism ML selbst. Die Analyse der 27B-Version legt nahe, dass der Durchschnittswert die Einbußen bei anspruchsvollen Agenten- und Programmieraufgaben verdeckt. Die spezielle Software-Anforderung ist eine echte Hürde, und mit dem falschen Programm drohen stillschweigend falsche Ergebnisse. Ob das Modell für deine Aufgaben taugt, zeigt am Ende nur ein eigener Test.

Videos zum Thema

Ternary Bonsai 2 9B in GGUF: A 2.4 GB Model Locally Fahd Mirza · YouTube
I Tested Bonsai 2 Locally(2B vs 4B vs 9B) — Which Size Is Right for Your PC? Morgans Code · YouTube

Quellen

#prism ml#quantisierung#qwen3.5#lokal#vision-language#gguf
Originalquelle lesen

Selbst ausprobieren: Ternary-Bonsai-2-9B

Schritt für Schritt erklärt, auch ohne Vorkenntnisse – auf deinem Rechner oder kostenlos im Browser.

Was kann ich damit machen?

Ternary-Bonsai-2-9B ist ein kompakter Assistent, der Text und Bilder versteht und trotzdem nur etwa 2,4 GB groß ist. Du kannst damit chatten, Texte zusammenfassen, Code schreiben lassen, Bilder beschreiben und Werkzeuge aufrufen lassen, und das komplett offline auf deinem eigenen Gerät. Prism ML hat es gezielt darauf trainiert, Anweisungen zu befolgen, nicht in Schleifen zu hängen und knapp zu antworten. Das Kontextfenster von 262.000 Tokens erlaubt im Prinzip sehr lange Dokumente, kostet aber viel Speicher und Zeit. Laut Hersteller liegt die Leistung nah am Basismodell Qwen3.5-9B, unabhängig überprüft ist das nicht. Bei der großen 27B-Schwester zeigte sich, dass Wissensfragen, Bildverständnis und lange Programmier-Agentenaufgaben am meisten unter der Kompression leiden. Rechne bei solchen Aufgaben auch hier mit Schwächen. Im Vergleich zu normalen 4-Bit-Versionen eines 9B-Modells ist Bonsai rund halb so groß.

Für wen lohnt es sich?

Lohnt sich für alle, die ein brauchbares Modell auf schwacher Hardware wollen: Laptops ohne große Grafikkarte, ältere PCs, Macs mit wenig Speicher oder das iPhone. Wer bereits eine Grafikkarte mit 12 GB oder mehr hat und maximale Qualität braucht, etwa für lange Programmieragenten, fährt mit einem größeren oder weniger stark komprimierten Modell besser.

Ideen: Was du damit anstellen kannst

Offline-Assistent auf dem iPhone

Installier die kostenlose App Locally AI und lade Bonsai 2 9B herunter. Dann kannst du unterwegs ohne Internet Mails formulieren, Fragen stellen oder Texte zusammenfassen lassen. Deine Daten bleiben komplett auf dem Gerät.

Fotos beschreiben und sortieren

Lade die Bilddatei mit und gib dem Modell Fotos, etwa von Belegen, Etiketten oder Whiteboards. Es beschreibt den Inhalt oder liest Text heraus, den du danach weiterverarbeiten kannst.

Dokumente auf dem alten Laptop zusammenfassen

Auch ohne starke Grafikkarte kannst du lange Berichte, Protokolle oder Anleitungen einfügen und dir eine Zusammenfassung mit Stichpunkten geben lassen. Für sehr lange Texte erhöhst du die Kontextlänge schrittweise.

Programmierhilfe für kleine Skripte

Lass dir einzelne Funktionen, Shell-Befehle oder reguläre Ausdrücke schreiben und erklären. Für kurze Programmieraufgaben liegt die Bonsai-Familie laut Hersteller nah am Original.

Lokaler Agent mit Werkzeugen

Entwickler können das Modell über die llama.cpp-Server-Schnittstelle an eigene Tools anbinden, etwa Kalender, Dateisuche oder Taschenrechner. Prism ML hat es gezielt auf sauberes Tool Calling trainiert.

Datenschutzfreundliche Textarbeit im Büro

Vertrauliche Texte wie Verträge oder interne Notizen kannst du lokal umformulieren, übersetzen oder gliedern lassen, ohne sie an einen Cloud-Dienst zu schicken.

Größe1,5 Mrd. Parameter
Download4,2 GB (bei 100 MBit/s ca. 6 Min.)
Lizenzapache-2.0
ArtBild + Text (versteht Bilder)

Was dein Rechner braucht

Grafikkarte (NVIDIA) mind. 6 GB VRAMz. B. RTX 2060, RTX 3050 8 GB, RX 6600
Mac (Apple Silicon M1–M5) ab 16 GB gemeinsamer SpeicherGrafik und Prozessor teilen sich den Speicher – etwa 70 % davon kann das Modell nutzen
Nur Prozessor (ohne Grafikkarte) Ohne Grafikkarte flüssig nutzbargeschätzt 50 Wörter pro Sekunde auf einem aktuellen Desktop-PC. Dafür mindestens 16 GB Arbeitsspeicher.
Speicherplatz ca. 6,2 GB freiModell-Download plus Programme
Google Colab läuft kostenlosGratis-GPU Tesla T4 mit 15 GB reicht

Für den einfachsten Einstieg mit normalem llama.cpp, LM Studio oder ähnlichen Tools nimmst du Q2_0 (2,56 GB), denn nur diese Variante läuft ohne Spezialsoftware. Wenn du den llama.cpp-Fork von Prism ML installierst, ist PQ2_0 (2,42 GB) die Standardwahl und am schnellsten. PTQ1_0 (2,00 GB) lohnt sich nur, wenn jedes Megabyte zählt. Bei sehr wenig Speicher, etwa auf älteren Smartphones, sind die Geschwister 4B (0,95 GB) oder 2B (0,43 GB) die bessere Wahl. Auf iPhone und iPad nimmst du einfach die App Locally AI.

  • Die Sprachmodell-Datei ist 2,00–2,56 GB groß. Im Betrieb braucht das Modell mehr Speicher als die Dateigröße, weil Kontext-Zwischenspeicher und Rechenpuffer dazukommen.
  • Eine Grafikkarte mit etwa 4 GB VRAM reicht für normale Kontextlängen. Mit der Bilddatei und langen Kontexten brauchst du entsprechend mehr.
  • Laut Quelle läuft das Modell auf Laptop-GPUs, Apple Silicon und reinen CPU-Systemen.
  • Das volle Kontextfenster von 262.144 Tokens kostet erheblich mehr Speicher und macht die Antworten deutlich langsamer.
  • Laut Prism ML schafft das 9B-Modell auf dem iPhone 18 Pro Max bis zu 34 Tokens pro Sekunde, das 2B-Modell bis zu 120.
  • Der Bildverarbeitungsteil ist eine separate Datei und wird nur für Bildeingaben gebraucht.
Wie finde ich heraus, was mein Rechner hat?
  • Windows: Strg + Umschalt + Esc drücken → Task-Manager → Reiter Leistung → links GPU anklicken. Unten steht Dedizierter GPU-Speicher (das ist dein VRAM). Den Arbeitsspeicher findest du unter Arbeitsspeicher.
  • Mac: Apfel-Menü oben links → Über diesen Mac. Dort stehen Chip (z. B. M2) und Speicher (z. B. 16 GB). Bei Apple-Chips teilen sich Grafik und Prozessor diesen Speicher.
  • Linux: Im Terminal nvidia-smi eingeben (zeigt Grafikkarte und Speicher) und free -h für den Arbeitsspeicher.

Anleitung

Google Colab (im Browser, ohne Installation)

Google Colab ist ein kostenloser Dienst von Google: Du bekommst für ein paar Stunden einen Rechner mit Grafikkarte im Browser. Du brauchst nur ein Google-Konto. Für dieses Modell: läuft kostenlos – Gratis-GPU Tesla T4 mit 15 GB reicht.

  1. Notebook herunterladen. Klick auf den Knopf und speichere die Datei.

    colab.ipynb herunterladen

  2. Colab öffnen. Geh auf colab.research.google.com und melde dich mit deinem Google-Konto an.
  3. Notebook hochladen. Im Fenster, das erscheint, links auf Hochladen klicken (oder oben Datei → Notebook hochladen) und die Datei colab.ipynb auswählen.
  4. Grafikkarte einschalten. Oben im Menü Laufzeit → Laufzeittyp ändern → bei Hardwarebeschleuniger T4-GPU auswählen → Speichern.
  5. Alles starten. Laufzeit → Alle ausführen (Tastenkürzel Strg + F9). Kommt die Warnung „Dieses Notebook wurde nicht von Google erstellt“, auf Trotzdem ausführen klicken.
  6. Warten. Die Zellen laufen nacheinander durch. Links neben jeder Zelle erscheint ein grüner Haken, wenn sie fertig ist. Installation und Download dauern hier etwa 5 Minuten.
  7. Ausprobieren. Das Ergebnis steht unter der letzten Zelle. Um etwas anderes zu testen, den Text in der Zelle ändern und mit Shift + Enter erneut ausführen.
  8. Aufräumen. Wenn du fertig bist: Laufzeit → Sitzung beenden. Das schont dein kostenloses Kontingent.

Gut zu wissen: Die Gratis-GPU ist begrenzt (meist einige Stunden am Tag). Nach rund 90 Minuten ohne Aktivität trennt Colab die Verbindung, dann alles neu starten.

Windows 10 / 11

Dieses Modell läuft mit Python. Unser Skript erledigt die Einrichtung automatisch: Es legt eine abgeschottete Python-Umgebung an, installiert die nötigen Programme (PyTorch, ca. 3 GB) und lädt das Modell (4,2 GB (bei 100 MBit/s ca. 6 Min.)).

  1. Grafikkartentreiber aktualisieren (NVIDIA): aktuellen Treiber installieren. Ohne NVIDIA-Karte läuft es auf dem Prozessor – deutlich langsamer.
  2. Python installieren. Auf python.org Python 3.12 herunterladen und starten. Wichtig: Unten im ersten Fenster das Häkchen bei Add python.exe to PATH setzen, dann Install Now.
  3. Ordner anlegen und Dateien laden. Einen Ordner erstellen, z. B. Dokumente\KI-Test, und beide Dateien hineinspeichern:

    try_windows.ps1 demo.py

  4. Terminal im Ordner öffnen. Den Ordner im Explorer öffnen, Rechtsklick auf eine freie Stelle → In Terminal öffnen.
  5. Starten. Diesen Befehl einfügen und Enter drücken:
    powershell -ExecutionPolicy Bypass -File try_windows.ps1
    Jetzt laufen Installation und Download. Das kann beim ersten Mal 10–30 Minuten dauern.
  6. Ergebnis. Das Modell liegt im Unterordner models. Wie es genau benutzt wird, steht in der Model Card auf Hugging Face.
  7. Nochmal mit eigener Eingabe: demo.py mit dem Editor öffnen, den Beispieltext ändern, speichern. Dann im Terminal:
    .\.venv-ternary-bonsai-2-9b\Scripts\Activate.ps1
    python demo.py

macOS

Ideal sind Macs mit Apple-Chip (M1 bis M5). Ältere Intel-Macs sind sehr langsam.

  1. Terminal öffnen. Cmd + Leertaste, Terminal eintippen, Enter.
  2. Entwicklerwerkzeuge installieren (nur beim ersten Mal, liefert Python mit):
    xcode-select --install
    Im Fenster auf Installieren klicken. Kommt „already installed“, ist alles schon da.
  3. Dateien herunterladen – beide landen im Ordner Downloads:

    try_mac.sh demo.py

  4. Starten:
    cd ~/Downloads
    bash try_mac.sh
    Installation und Download dauern beim ersten Mal 10–30 Minuten.
  5. Ergebnis. Das Modell liegt im Unterordner models. Wie es genau benutzt wird, steht in der Model Card auf Hugging Face.

Linux

  1. Grafikkarte prüfen. nvidia-smi sollte deine Karte anzeigen. Wenn nicht, unter Ubuntu den Treiber installieren und neu starten:
    sudo ubuntu-drivers install
  2. Python-Grundlagen installieren (Ubuntu/Debian):
    sudo apt update && sudo apt install -y python3-venv python3-pip git
  3. Dateien in einen Ordner laden und dort ein Terminal öffnen:

    try_linux.sh demo.py

  4. Starten:
    bash try_linux.sh
  5. Ergebnis. Das Modell liegt im Unterordner models. Wie es genau benutzt wird, steht in der Model Card auf Hugging Face.

Das kannst du ausprobieren

Erkläre mir in drei Sätzen, wie eine Wärmepumpe funktioniert.
Fasse diesen Text in fünf Stichpunkten zusammen und nenne am Ende die wichtigste offene Frage: [Text einfügen]
Schreibe eine Python-Funktion, die alle Dateien in einem Ordner nach Änderungsdatum sortiert und die zehn neuesten ausgibt.
(Mit Bild) Was ist auf diesem Foto zu sehen? Liste alle Gegenstände auf und schätze, in welchem Raum es aufgenommen wurde.
Ich plane eine dreitägige Radtour von München an den Gardasee. Erstelle einen Tagesplan mit Etappenlängen und einer Packliste.

Tipps für bessere Ergebnisse

  • Formuliere klare, konkrete Anweisungen. Das Modell wurde gezielt auf Instruction Following trainiert und antwortet dann knapp und passend.
  • Wenn du mit dem Prism-ML-Fork arbeitest, aktiviere das eingebaute MTP-Speculative-Decoding oder den DFlash2-Drafter für schnellere Antworten.
  • Bei Faktenfragen solltest du die Antworten nachprüfen. Wissen leidet bei ternärer Kompression laut den 27B-Daten am stärksten.
  • Für lange Programmieragenten mit vielen Schritten ist das Modell eher ungeeignet. Für Einzelaufgaben wie Funktionen schreiben, Text extrahieren oder zusammenfassen funktioniert es gut.
  • Wenn dein Gerät wenig Speicher hat, probier zuerst die 4B-Variante aus derselben Familie. Sie ist mit 0,95 GB nochmals deutlich kleiner.

Wenn es hakt

Die Formate PTQ1_0 und PQ2_0 laufen nur mit dem llama.cpp-Fork von Prism ML. Normales llama.cpp lehnt sie ab. Wenn du ohne Fork arbeiten willst, nimm Q2_0.

Vorsicht bei älteren ternären Bonsai-Dateien: Laut OrcaRouter lädt normales llama.cpp sie ohne Fehler, liefert aber flüssig klingenden Unsinn. Wenn die Antworten plötzlich keinen Sinn ergeben, prüf zuerst Software und Dateiformat.

Bilder funktionieren nur, wenn du zusätzlich die separate Bilddatei (mmproj) lädst.

Setz die Kontextlänge nicht direkt auf das Maximum, sonst geht der Speicher aus oder das Modell wird sehr langsam. Beginne mit 8.000–32.000 Tokens.

Die Benchmark-Zahlen stammen vom Hersteller. Teste das Modell an deinen eigenen Aufgaben, bevor du dich darauf verlässt.

„out of memory“, Absturz oder der Rechner hängt

Das Modell ist zu groß für deinen Grafikspeicher. Nimm eine kleinere Variante aus der Tabelle oben und schließe andere Programme, vor allem Spiele und Browser mit vielen Tabs.

Es läuft, aber extrem langsam

Wahrscheinlich rechnet der Prozessor statt der Grafikkarte. Bei Ollama zeigt ollama ps in der Spalte PROCESSOR, wie viel auf der GPU läuft. Steht dort „100% CPU“, Grafiktreiber aktualisieren oder eine kleinere Variante nehmen, die komplett in den Grafikspeicher passt.

„ollama“ bzw. „python“ wird nicht gefunden

Das Eingabefenster schließen und neu öffnen, damit es das frisch installierte Programm kennt. Bei Python unter Windows: neu installieren und das Häkchen Add python.exe to PATH setzen.

Windows: „Die Ausführung von Skripts ist auf diesem System deaktiviert“

Das Skript genau mit dem Befehl oben starten: powershell -ExecutionPolicy Bypass -File try_windows.ps1. Das erlaubt die Ausführung nur dieses einen Mal.

Fehlermeldung beim Laden des Modells (Version, „trust_remote_code“, unbekannte Architektur)

Ganz neue Modelle brauchen oft die neueste Programmversion. Bei Ollama: Ollama aktualisieren. Bei Python: pip install -U transformers in der aktivierten Umgebung. Die Model Card nennt meist die genaue Version.

Skripte und Notebook erzeugt Tokenstrom automatisch. Bitte vor dem Ausführen kurz ansehen – sie sind lesbarer Klartext. Lizenz des Modells beachten: apache-2.0.

Frag den KI-Assistenten

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